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Kulturpreis

Dienstag, 26. März 2013

"Mauke – Die Band" erhält den Kunst- und Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren 2013

Den Kunst– und Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren im Jahr 2013 erhält die Neugablonzer Gruppe "Mauke – Die Band" in Form des Jörg-Lederer-Preises für Heimatpflege. Diesen Beschluss fasste der Stadtrat in seiner Sitzung vom 19. März 2013.

Mit der Entscheidung würdigt die Stadt Verdienste um die innovative Bewahrung der Gablonzer Kultur und Lebensart, insbesondere der paurischen Mundart. Besonders hervorgehoben wurde die unverkrampfte, mit Selbstironie gewürzte Herangehensweise, mit der die Gruppe eine Tradition sympathisch in das Heute fortschreibt und Generationen übergreifend Vorurteile entwaffnet. Wenngleich Musik unverzichtbarer Bestandteil der künstlerischen Arbeit ist, so stehen doch Tradition und heimatpflegerische Aspekte im Vordergrund. Die Gruppe erhält den Kulturpreis daher in der Kategorie des Jörg-Lederer-Preises für Heimatpflege.

Die Preisträger: "Mauke – Die Band"
Wolfgang Klemm, Herbert Stumpe, Dieter Schaurich, Sven, Björn und Michael O. Siegmund, die sechs Musiker von "Mauke", haben es sich zur Aufgabe gemacht, Ohrwürmer und Hits mit einem eigenen Text in der Mundart der Gablonzer, dem „Paurischen“, zu versehen.Beschrieben werden auf diese Weise oftmals prekäre Alltagssituationen, verbunden durch Dialoge und Moderation in trockenem Gablonzer Humor. Mit dem Thema „Wertstoffhof“ finden sich erstmals auch kabarettistisch-darstellerische Elemente im aktuellen Bühnenprogramm. Die Band wurde im Mai 2006 gegründet und avancierte u.a. durch Auftritte bei der Neugablonzer Kulturwoche schnell zum Geheimtipp. Mit ihrem Anspruch, der paurischen Mundart ein musikalisch-modernes Gesicht zu geben, füllt "Mauke" bei seinen Konzerten mittlerweile mühelos die Säle. Auch den Schwabentag des Bezirks, der 2012 in Neugablonz stattfand, rundeten die Musiker mit einem stimmungsvollen Open-Air-Auftritt zum Tagesausklang ab. Obwohl vor kurzem gesundheitspolitisch noch brandaktuell, bezeichnet der Begriff „Mauke“ keine Pferdekrankheit, sondern ein von Hand gestampftes Kartoffelpüree, das als typisches Produkt der Gablonzer Hausfrauenkunst galt und nun der Band als „lukullisches Maskottchen“ dient.

Der Kaufbeurer Kunst- und Kulturpreis
Zur Wahl des Kulturpreisträgers 2013 konnten die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kaufbeuren Vorschläge gemäß den Richtlinien einreichen. Während der Vorschlagsfrist im Januar gingen 39 gültige Einsendungen für insgesamt 22 Kandidaten ein. Der 1979 ausgelobte Kunst- und Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren ist mit 2.000 EUR dotiert und kann in sechs Sparten vergeben werden. Bisher wurden der Peter-Dörfler-Preis für Literatur, der Ludwig-Hahn-Preis für Musik sowie der Jörg-Lederer-Preis für Bildende Kunst und Heimatpflege nunmehr neunmal, der Jugendkulturpreis acht Mal sowie der Hermine-Körner-Preis für Darstellende Kunst zweimal verliehen.

Der Namensgeber: Jörg Lederer
Der um 1475 geborene Bildhauer arbeitete zunächst in Füssen und übersiedelte 1507 nach Kaufbeuren, wo er sich in die Kramerzunft einkaufte. Seine Werkstatt erweiterte er allmählich zum Großbetrieb, aus dem er Werke an mitunter weit entfernte Auftraggeber u.a. in Südtirol und Savoyen exportierte. Lederer bekleidete in Kaufbeuren mehrere öffentliche Ämter, bevor er 1550 starb. Neben dem Altar in der St. Blasiuskirche befinden sich Werke im Besitz des Stadtmuseums Kaufbeuren. Die nach Jörg Lederer benannte Preiskategorie des Kunst- und Kulturpreises wird für Verdienste auf dem Gebiet der Bildenden Kunst einschließlich der Architektur, des Städtebaus, des Denkmalschutzes und der Heimatpflege vergeben.


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Apr 2, 2013 Kategorie: Allgemein Erstellt von: Dieter S.